Bewertungen für Der stille Hass

Der stille Hass

Der stille Hass

Thriller

Kundenrezensionen

4.8 von 5
21 Bewertungen
5 Sterne
86%
4 Sterne
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Alle Bewertungen

E

Ewald Verhey

05.01.2026
Packender Thriller mit Tiefe und Atmosphäre
Der stille Hass ist weit mehr als ein klassischer Thriller. Peer King verbindet eine spannungsgeladene Handlung mit psychologischer Tiefe und einer düsteren, fast greifbaren Atmosphäre. Der Habichtswald wird nicht nur zum Schauplatz, sondern zu einer eigenen, bedrohlichen Figur, die sich durch die gesamte Geschichte zieht. Besonders überzeugt hat mich die Figurenzeichnung: Karla ist eine glaubwürdige, verletzliche und zugleich starke Protagonistin, deren innere Zerrissenheit man jederzeit spürt. Die Themen Missbrauch, Trauma und Rache werden ernsthaft und respektvoll behandelt – nichts wirkt reißerisch oder oberflächlich. Der Spannungsaufbau ist ruhig, aber konstant, mit einem unheimlichen Sog, der einen immer tiefer in die Geschichte zieht. Kleine Details, wiederkehrende Symbole und psychologische Andeutungen sorgen dafür, dass man ständig miträtselt und das Buch nur schwer aus der Hand legen kann. Ein intensiver, kluger Thriller, der nachwirkt und deutlich mehr bietet als bloße Unterhaltung. Absolute Leseempfehlung!
M

M. Lohse

27.12.2025
Düster und leise
Der stille Hass ist kein Action-Thriller, sondern ein Buch mit psychologischem Schlag. Die Geschichte setzt auf Atmosphäre statt Tempo und erzählt von Trauma, Schuld und verdrängter Gewalt, ruhig, aber gnadenlos. Die Suche nach der verschwundenen Susanne ist persönlich, glaubwürdig und emotional aufgeladen. Kein leichtes Buch, aber eines, das hängen bleibt. Für Leser, die psychologische Tiefe schätzen.
C

Christian H.

17.12.2025
Spannender Thriller
Der stille Hass ist ein intensives Werk, das sich mit der unterschwelligen Kraft verdrängter Emotionen auseinandersetzt. Schon der Titel deutet an, dass es hier nicht um laute Asbrüche geht, sondern um das, was im Verborgenen gärt – und genau darin liegt die Stärke des Buches. Der Alltag der Figuren erscheint zunächst unscheinbar, doch unter der Oberfläche brodelt eine Spannung, die sich in Gesten, Blicken und Schweigen zeigt. Besonders eindrucksvoll ist die Sprache: klar, knapp, manchmal fast spröde – und gerade dadurch umso wirkungsvoller. Thematisch kreist das Buch um Schlud, Verdrängung und die zerstörerische Kraft unausgesprochener Gefühle. Es zeigt, wie Hass nicht immer laut und sichtbar sein muss, sondern auch im Stillen wirken und Beziehungen vergiften kann. Die Figuren sind ambivalent gezeichnet: verletzend und destruktiv, zugleich nachvollziehbar und menschlich. Diese Vielschichtigkeit macht die Lektüre spannend und fordert die Leserinnen und Leser heraus, sich mit unangenehmen Gefühlen auseinanderzusetzen. Stilistisch überzeugt das Buch durch eine klare Struktur und eine Sprache, die ohne große Ausschmückungen auskommt. Die Kürze der Sätze spiegelt die innere Leere und Kälte wider, die viele Figuren empfinden. Gleichzeitig gibt es Passagen von poetischer Kraft, in denen die Stille selbst fast greifbar wird. Natürlich ist das Buch kein leichter Stoff. Es will nicht unterhalten, sondern wirken. Wer bereit ist, sich auf diese stille, dunkle Welt einzulassen, wird mit einer tiefgehenden literarischen Erfahrung belohnt.
N

Nadine L

13.12.2025
Ein Psychothriller, der nicht auf laute Effekte setzt, sondern auf ein stetig wachsendes Unbehagen
Das Buch ist ein Psychothriller, der nicht auf laute Effekte setzt, sondern auf ein stetig wachsendes Unbehagen. Die Geschichte entfaltet ihre Spannung leise, fast vorsichtig – und genau dadurch wirkt sie lange nach. Hass erscheint hier nicht als plötzliche Explosion, sondern als etwas, das reift, sich festsetzt und irgendwann kaum noch zu kontrollieren ist. Besonders überzeugend ist die Atmosphäre: Der Habichtswald und die Umgebung von Kassel sind mehr als bloße Schauplätze, sie verstärken das Gefühl von Enge und Beobachtung. Auch die Ermittlerin Karla Nowak bleibt angenehm menschlich – mit Zweifeln, Ecken und Kanten, statt als makellose Thriller-Heldin aufzutreten. Der Stil ist ruhig, psychologisch dicht und eher auf innere Spannung als auf Action ausgelegt. Das funktioniert gut, verlangt aber Geduld: An manchen Stellen hätte das Tempo etwas straffer sein dürfen, da sich einzelne Passagen wiederholen und die Handlung kurz ins Stocken gerät. Insgesamt ist „Der stille Hass“ ein atmosphärischer, nachdenklicher Thriller für Leserinnen und Leser, die subtile Spannung und psychologische Tiefe schätzen – und bereit sind, sich auf das Unheimliche im Stillen einzulassen.
G

Gunnar Drucklieb

11.12.2025
Spannender Psychothriller mit Tiefgang – leise, düster, wirkungsvoll
Mit Karla Nowak hat Peer King eine Ermittlerin geschaffen, die nicht nur Fälle löst, sondern auch innere Räume betritt. Sie wirkt menschlich, verletzlich und zugleich klar – eine Figur mit Tiefe, die weit über das übliche Thriller-Personal hinausgeht. Ihre Beobachtungen sind scharf, ihr Blick auf Menschen präzise, manchmal schmerzhaft ehrlich. Besonders beeindruckend ist die psychologische Feinzeichnung: Der Hass in diesem Roman schreit nicht, er flüstert. Er wächst im Verborgenen, nährt sich aus Kränkungen, Schweigen und ungelösten Konflikten. Genau darin liegt die große Stärke des Buches – es nimmt die Leser*innen ernst und traut ihnen zu, die leisen Zwischentöne wahrzunehmen. Der Schreibstil ist klar, ruhig und atmosphärisch dicht. Die Spannung entsteht nicht durch Tempo, sondern durch Tiefe. Wer einen Thriller sucht, der unter die Haut geht und noch lange nachwirkt, ist hier genau richtig. Fazit: Ein intelligenter, psychologisch starker Thriller mit einer überzeugenden Ermittlerin und einem Thema, das erschreckend real wirkt. Kein schneller Konsum – sondern ein Buch, das bleibt.
R

Reiner

23.10.2025
spannender und kurzweiliger Thriller
Der stille Hass nimmt den Leser sofort mit ins Geschehen. Man geht mit Karla durch den nebligen Wald und fühlt mit ihr. Man sitzt mit Schubert, dem Hauptkommissar, im Auto und spürt seine große Anspannung und Verantwortung. Auch in Susannes zerstörtes Leben kann man sich gut reinversetzen. Der häufige Szenenwechsel und die kurzen Sätze bauen schnell Spannung auf, die sich auch bis zum Ende hält. Die durchweg düstere Stimmung, verstärkt durch die neblige Szenerie, führt den Leser in menschliche Abgründe.
D

Dominik_G.

22.10.2025
Packend, beklemmend und unglaublich real
Schon nach den ersten Seiten war ich komplett drin. Die Geschichte baut sich langsam auf, fast unauffällig – und genau das macht sie so stark. Dieser stille, schleichende Hass, der sich immer weiter hochschaukelt, hat mich richtig gepackt. Die Hauptfigur ist so glaubwürdig beschrieben, dass man manchmal gar nicht weiß, ob man Mitleid oder Angst empfinden soll. Alles fühlt sich nah an, fast zu nah. Kein großes Blutvergießen, keine übertriebene Action – dafür echte Spannung, Emotion und ein Ende, das man erst mal sacken lassen muss. Kurz gesagt: Ein intensiver, psychologisch starker Thriller, der im Kopf bleibt – weil er so erschreckend menschlich ist.
E

Eliza T

18.10.2025
Nebel, Nähe, Nachhall – warum mich dieser Thriller gepackt hat
Ich habe Der stille Hass an zwei Abenden gelesen und musste danach erst mal ans Fenster – Luft holen, in die Nacht schauen. Das Buch hat diese seltene Mischung aus Kälte und Wärme: Kälte im besten Sinn als konsequente, neblige Atmosphäre (Habichtswald, Herkules, die Höhle – man riecht den feuchten Stein); Wärme im Blick auf seine Figuren, vor allem auf Karla, die Fotografin, die in Bildern Ordnung sucht und genau dadurch in einen Albtraum stolpert. Dass der Text gleich im Vorwort seine Trigger setzt, ist fair – und dann hält er sein Versprechen: Er ist Thriller und seelische Vermessung zugleich. Am stärksten war es für mich, wenn Handlung und Lebenswunde ineinander greifen: die Fuchsmaske als Kinder-Relikt, das zur Rache-Persona wird; die Schwestern-Entdeckung, die nicht auf Shock Value spielt, sondern bitter logisch wirkt; Silke, deren Loyalität die Grenze zwischen Hilfe und Mittäterschaft verwischt. Auch Schubert – müde, wach, geradeheraus – erdet die Jagd, ohne der Hauptfigur die Geschichte zu stehlen. Das Finale zieht Tempo und Puls hoch, ohne billig zu werden; der Nachklang gehört den Fragen nach Schuld, Wahl und dem, was ein einziger ungelesener Brief anrichten kann. Wenn ich etwas anmerken darf: Manchmal erklärt der Text eine Regung, die sein Bild schon erzählt hat. Aber das ist Nebelkräuseln am Rand. Unterm Strich: packend, atmosphärisch, emotional ehrlich – ein Thriller, der noch lange nachhallt.
S

Sven

16.10.2025
Atmosphärisch starker Thriller, der nicht vor düsteren Themen zurückschreckt.
Der stille Hass beginnt leise und neblig - und genau so bleibt die Stimmung über weite Strecken: dicht, bedrückend, fast greifbar. Peer King versteht es, Orte nicht bloß zu beschreiben, sondern sie als erzählerisches Element einzusetzen. Der Habichtswald ist hier nicht einfach eine Kulisse, sondern ein eigener Charakter, der die Figuren verschluckt, täuscht und begleitet. Ein leises Detail führt zum nächsten, die Bedrohung verdichtet sich, und ehe man sich versieht, steckt man tief in einer Familiengeschichte voller Brüche. Im Zentrum steht Karla, eine Fotografin, die durch Zufall auf Spuren eines Verbrechens stößt und immer tiefer in ein Netz aus alten Verletzungen, familiären Geheimnissen und Rachefantasien gezogen wird. Parallel dazu erleben wir Hauptkommissar Schubert, der sich mit seinen eigenen Schatten auseinandersetzen muss. Sprachlich bewegt sich das Buch auf einem angenehm klaren Niveau. Die Dialoge sind ungekünstelt, die Beschreibungen plastisch, ohne je ins Pathetische zu kippen. Besonders stark sind die Szenen im Nebel oder in den Tunneln unter dem Wald. Hier entsteht eine filmische Spannung, die man kaum unterbrechen möchte. Im Mittelteil gibt es allerdings Passagen, in denen sich bestimmte Muster wiederholen, was kurzzeitig etwas Tempo herausnimmt. Das wird jedoch durch das starke Finale wieder aufgefangen. Thematisch wagt sich das Buch an dunkle Themen heran, ohne in Sensationslust abzurutschen. Auch diese ernsten Themen (Missbrauch, familiäre Lügen, verdrängte Vergangenheit) werden mit spürbarem Respekt behandelt. Stilistisch ist das Ganze schnörkellos, gut lesbar und an den richtigen Stellen intensiv.
M

Mirco Deflorin

12.10.2025
Der Schmerz hinter der Maske: Ein packender Psychothriller im Nebel von Kassel
Peer Kings „Der stille Hass“ ist ein atmosphärisch dichter Psychothriller, der die Grenzen zwischen Opfer und Täterin, Liebe und Hass, Schuld und Verantwortung erschreckend konsequent auslotet. Im Zentrum: Fotografin Karla, die im Nebel des Habichtswalds in ein perfides Katz-und-Maus-Spiel gerät – orchestriert von ihrer heimlichen Halbschwester Susanne, deren Kindheitstrauma (Missbrauch, Vernachlässigung, Lügen) sich zu kalt kalkulierter Rache verdichtet. Kommissar Schubert agiert als überzeugendes Gegenüber: kontrolliert, verletzlich, getrieben. Stark ist der Roman immer dann, wenn er intime Innenperspektiven zulässt: Susannes Wut und Leere, Silkes fragiles Mittäterschaftsprofil, Marias verschüttete Schuld – das ergibt ein glaubwürdiges, schmerzliches Motivgeflecht. Die Schauplätze (Herkules, Habichtswald, Höhle) sind filmisch gesetzt; das Sounddesign aus Nebel, Stille, Lautsprechertäuschungen und Monitorlicht erzeugt permanenten Druck. Die Struktur mit Rückblenden und Fundstücken (Tagebücher, Briefe) treibt die Enthüllungen organisch voran. Kleinere Längen gibt es in der operativen Ermittlungslogistik, zugleich erdet genau das den Realismus. Dass der Roman seine Trigger (Missbrauch, Gewalt) verantwortungsvoll einbettet und Hilfsangebote benennt, ist ein Plus. Fazit: Ein intensiver, psychologisch stimmiger Thriller mit nachhaltiger Wirkung – düster, empathisch, präzise. Für Leserinnen und Leser, die Spannung mit Substanz suchen.